Bikini

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Der Bikini ist eine zweiteilige Badebekleidung. Sie besteht aus einer Badehose und einem weichen Oberteil, welches die Brust bedeckt. Entscheidend ist die Zweiteilung, welche den Bikini von anderer Badebekleidung wie Monokini oder Badeanzug unterscheidet.

Die Menge des Stoffes oder der bedeckten Körperfläche variiert je nach Mode und Geschmack. Bikinioberteile können auch trägerlos sein oder über Neckholder verfügen. Die verarbeitete Stoffmenge kann sich auf wenige Quadratzentimeter und einige Bänder beschränken oder wie bei den Sportbikinis deutlich größer sein. Im Gegensatz zu BHs haben sich bei Bikinioberteilen Bügeleinsätze nicht durchgesetzt.

Die Geschichte des Bikinis beginnt 1946 in Frankreich. Zeitgleich brachten die Designer Jacques Heim und Louis Reard den für damalige Verhältnisse skandalösen Zweiteiler auf den Markt. Heim wählte den Namen Atome für seine Erfindung, um die Winzigkeit des Kleidungsstücks zu verdeutlichen. Reard gelang drei Wochen später mit dem gleichen Produkt, aber dem eingängigeren Namen Bikini der größere Marketingerfolg. In der eher konservativen Nachkriegszeit hielt sich die Verbreitung des Bikinis in Grenzen. Selbst einige Models sollen sich geweigert haben, ihn bei Modeschauen vorzuführen. Reard sah sich genötigt, die Nackttänzerin Michelle Bernadini für die erste Vorführung in Paris anzuheuern, um ihn überhaupt auf den Laufsteg zu bringen.

Mit der liberalen Einstellung in den sechziger Jahren stieg die Beliebtheit des Zweiteilers so rasant an, dass sein Name inzwischen als generelle Produktbezeichnung verbreitet ist. Alle späteren Varianten orientieren sich schon in der Namensgebung daran. Dazu gehört der Monokini aus den sechziger Jahren, der nur aus einer Badehose mit zwei Trägern bestand und erst in jüngster Zeit durch ein Oberteil ergänzt wurde. Seit dieser Änderung ist er entsprechend häufiger anzutreffen. Eine weitere Variante ist der Tankini, dessen Oberteil noch einen Teil des Bauches bedeckt und von Frauen mit weniger perfekten Formen bevorzugt wird.

Neben der Stoffmenge und dem Schnitt des Bikinis sind auch Varianten im Material anzutreffen. Zumeist werden die für Bademoden üblichen Synthetikfasern genutzt, die formbeständig und schnell trocknend sind. Daneben finden sich gestrickte oder gehäkelte Bikinis, die eher in den Bereich Strandmode und nicht in den der Badebekleidung einzuordnen sind.

Frauen, die ernstlich Schwimmsport betreiben, bevorzugen noch immer den einteiligen Badeanzug. Ein beherzter Sprung ins Wasser kann je nach Ausführung eines Bikinis damit enden, dass das Oberteil bis unter die Achseln rutscht. Auch der Zeitvertreib vieler männlicher Badegäste, die Bänder der Bikinis aufzuziehen, hat über die Jahrzehnte nichts von seiner Beliebtheit verloren. Hinzu kommt, dass der Bikini zwar die entscheidenden Stellen bedeckt, aber alles andere offen sichtbar ist. Nicht jede Figur gewinnt deshalb in einem Bikini.

Siehe auch :
  • Abnehmtipps: wie man die perfekte Bikini-Figur erreicht
  • Aqua-Bra
  • Badeanzug
  • Brazilian Bikini
  • Burkini
  • Micro-Bikini
  • Mini-Bikini
  • Mixkini
  • Monokini
  • Pareo
  • Triangel-Bikini
  • Trikini