Lingerie

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Allgemein umfasst der Begriff Lingerie das gesamte Spektrum der Damenunterwäsche, einschließlich erotischer Reizwäsche und weiblicher Nachtbekleidung. Slips, Hemdchen, BHs, Büstenheben, Hüftgürtel, Mieder, Bodys, Catsuits und Korsagen gehören also ebenso zur Lingerie wie Unterröcke, Nachthemden, Babydolls und Negligés.

Lingerie, die zumeist sehr reizvolle Unterwäsche der Damenwelt, oft lässt ihr verführerischer Anblick vergessen, wozu sie eigentlich ersonnen wurde – zum Schutz der empfindlichsten Körperregionen vor Kälte, Schmutz und Nässe nämlich. Der ursprüngliche Zweck geriet ohnehin bald ins zugunsten der Moral ins Hintertreffen. Von puritanischem Zeitgeist geprägt, erhielt die Unterwäsche die Aura des Verbotenen, des Anzüglichen, des Verruchten. Beste Voraussetzungen, um sie züchtig zu verbergen – und doch kokett mit ihr zu spielen! Raffiniert begann das weibliche Geschlecht, die richtigen Fäden zu ziehen – die, an Korsage und Unterkleid nämlich. Die Damenwelt ging dazu über, dem Körper mit der Unterwäsche Halt und Stütze zu geben. Der Busen wurde gehoben, die Taille geschnürt, der Hüftbereich wieder üppig gebauscht. Tatsächlich betonte die Wäsche bald mehr, als dass sie verhüllte. Die Sanduhrfigur, sie galt schon bei den frühen Korsettträgerinnen als Schönheitsideal; daran hat sich bis heute nichts geändert.

Lingerie oder Dessous – beide Begriffe meinen dasselbe: Das, was „drunter“ getragen wird. Allerdings soll Wäsche, speziell Damenunterwäsche, heute nicht mehr nur schützen, wärmen und bedecken – sie soll auch vorzeigbar sein. Wäsche ist kein reiner Zweckgegenstand mehr. Lingerie ist Luxus. Lingerie ist Lebensgefühl. Lingerie ist Selbstbewusstsein und Statussymbol. Wäsche für Alltag und besondere Stunden zugleich – und das über alle Altersgrenzen und Wäschegrößen hinweg.

Der Blick ins heutige Dessous-Regal gleicht einem Rausch der Farben und Materialien. Duftige Spitze, seidige Stoffe, edle Stickereien und neckische Details zieren die raffiniert geschnittenen Höschen, Hemdchen, Korsagen, Strümpfe, Strapse, BHs, Bustiers und Büstenheben. Die Grenze zwischen normaler Unterwäsche und ausgesprochen erotischer Reizwäsche ist fast schon fließend geworden. Ob zart und transparent in Tüll und Spitze oder scheinbar distanziert in Latex, Lack und Leder – Dessous und Lingerie haben nicht nur Modegeschichte geschrieben, sondern auch Kulturgeschichte geprägt. Und so sehr sich die Unterwäsche von damals auch von der Lingerie der Neuzeit unterscheiden mag – verrucht und „verboten interessant“ ist der berühmte Hauch von Nichts heute mehr denn je.

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