Unterkleid

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Das Unterkleid hatte in früheren Zeiten eine wichtige Bedeutung für die Hygiene. Wenn man sich vorstellt, wie aufwendig die Kleider des vorletzten Jahrhunderts gestaltet waren, wird sofort klar, dass man diese Roben aus Samt, Seide und Spitze kaum waschen konnte. Ein glatt genähtes Unterkleid nahm Schweiß und Körperfett auf und ließ sich einfach waschen und ersetzen. Außerdem hatte das Unterkleid formgebende Aufgaben. Im Oberteil war oft eine zusätzliche Korsage mit stützenden Fischbeinstäben eingearbeitet. Der im Rocksaum eingearbeitete elastische Reif, der dem Rock Volumen gab, konnte zum Waschen herausgenommen werden. Während die einfachen Unterkleider aus glatter Baumwolle waren, trugen feine Damen natürlich schon damals gerne ein Spitzenkleid unter dem Tageskleid.

Später wandelte sich die Mode und die einfach geschnittenen Reformkleider kamen auf. Das Unterkleid blieb, bekam allerdings mehr einen praktischen Sinn. Die damals “modernen” Kleider waren nicht gefüttert. Damit alles schicklich aussah und sich die Unterwäsche nicht abzeichnete, trug man weiterhin ein Unterkleid.

Auch heute gibt es noch Unterkleider, die ähnliche Aufgaben übernehmen. Allerdings haben sich die Unterkleider verändert, sie sind verführerisch, entweder ganz aus schwarzer oder weißer Spitze oder mit großen Spitzeneinsätzen. Ein Spitzenunterkleid, vielleicht noch passend zum BH und Slip, trägt die kultivierte Frau gerne unter ihren Kleidern. Besonders Kleider aus zarten, edlen Stoffen, wie echte Seide oder Kaschmir, verlieren durch häufiges Reinigen viel von ihrem guten Aussehen. Ein darunter getragenes Spitzenkleid schont die Kleider. Wenn keine Flecken entstanden sind, genügt es dann, das Spitzenkleid zu waschen und das gute Seidenkleid nur zu lüften. Außerdem wirkt ein Spitzenkleid auch klimaausgleichend. Es ist kaum zu glauben, wie viel Wärme so ein Spitzenkleid am Körper hält, ohne ein Zuviel zu erzeugen. Und noch ein weiterer praktischer Punkt ist mit einem Unterkleid aus Spitze zu erreichen. Der Rocksaum zarter Stoffkleider wandert gerne an der Strumpfhose nach oben. Ein Unterkleid verhindert diesen Effekt.

Das feminine Spitzenunterkleid gibt es aus einfachem, zartem Wirkstoff oder Polyestersatin mit Spaghettiträgern in vielen Farben. Die moderne Shapewear bietet Varianten vom Spitzenkleid aus querelastischem Mischgewebe. Solche Spitzenkleider wirken figurformend, erfüllen alle praktischen Anforderungen und sehen gleichzeitig hübsch aus. Moderne Varianten des Spitzenunterkleides sind aus Baumwollwirkware mit Spitzenabschlüssen im Rocksaum.

Siehe auch :
  • Body
  • Brautdessous
  • Dessous
  • Pflegetipps für Dessous – so bleiben Dessous dauerhaft schön
  • Reizwäsche
  • Shapewear
  • Spitzenunterwäsche
  • Streicher, Hosenröcke & Shortys
  • Thermo-Unterwäsche: mehr Wärme bei kalten Temperaturen
  • Torselett
  • XXL-Dessous
  • Miederwaren
  • Büstenhalter