Damenstrümpfe

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Damenstrümpfe – als paarweise getragene, eng anliegende Beinkleidung gehören sie bereits seit Jahrhunderten zur Grundgarderobe der Frau.

Die Geschichte des modernen Damenstrumpfes allerdings beginnt erst mit den 1920er Jahren, als kürzer werdende Rocklängen schließlich auch attraktivere Strumpfwaren erforderlich machten. Der Wollstrumpf hatte ausgedient. Neu entwickelte Fasern wie Nylon oder Perlon ermöglichten eine wesentlich feinere Struktur und somit auch ein deutlich attraktiveres Erscheinungsbild. Einzig die Dehnfähigkeit jener ersten Strumpfmodelle ließ noch leicht zu wünschen übrig. Als wahre Damenstrumpfmetropole der 1920er Jahre galt das Erzgebirge. 75 Prozent der gesamten Welt-Strumpfproduktion jener Zeit kamen aus dieser Region.

Bis zu den 1950er Jahren wurden Damenstrümpfe als flache Textilrohlinge gefertigt, die erst durch anschließendes Vernähen an der Rückseite ihre schlauchartige Passform erhielten. Technisch nicht anders durchführbar, entstand so ein zeitlos schöner Strumpfklassiker, der unter dem Namen Nahtstrumpf die Modewelt eroberte. Erst der technische Durchbruch des Rundstrickverfahrens löste diese Fertigungsweise ab und ersetzte den Nahtstrumpf durch den rundgestrickten Damenstrumpf. Nahtstrumpf oder Rundstrickstrumpf – beide Damenstrümpfe hatten eins gemeinsam: Sie hielten nicht von selbst am Bein, sondern wurden am sogenannten Strumpfgürtel befestigt. Erst die Erfindung der Strumpfhose machte schließlich auch den Strumpfgürtel überflüssig.

Die Zeiten haben sich seither gewandelt, den klassischen Damenstrumpf gibt es immer noch. Deutlich komfortabler als seine Vorgängermodelle zeichnen sich moderne Damenstrümpfe durch hervorragende Dehnfähigkeit aus. Eingearbeitete Silikonstreifen sorgen überdies für optimalen Halt.

Siehe auch :
  • Halterlose Strümpfe
  • Netzstrumpfhosen
  • Strapsen
  • Strapsgürtel
  • Strapsstrümpfe
  • Strumpfgürtel
  • Strumpfhalter
  • Stützstrumpfhosen